• Das "Team Wallraff" deckt auf, was schon seit zig Jahren bekannt ist: Vorsätzlich in den Papierkorb "verloren gegangene" Anträge um Geld zu sparen, willkürliche Sanktionen weil man mal "Gott spielen" will, menschenverachtender Umgang mit der Existenz der Schwächsten unserer Gesellschaft, sowie milliardenteure Sinnlosmassnahmen zur Demütigung der Betroffenen und dem Frisieren der Arbeitslosenstatistik. Aber immerhin: Es wird auch mal einem Millionenpublikum bekannt, weil es auf RTL ausgestrahlt wird.

    Und wie ist die Reaktion der SPD? Totschweigen!

    Kein Wort darüber, dass die Opfer dieses Hartz-Systems monatelang ohne jeden Euro hingehalten werden. Kein Wort darüber, dass sie vorsätzlich hingehalten werden, bis der Strom abgestellt wird, so dass man nicht mal mehr duschen und Wäsche waschen kann. Kein Wort darüber, dass willkürlich Sanktionen verhängt werden, weil so ein Schreibtischtäter "mal Gott spielen" will. Und natürlich auch kein Wort darüber, dass man die Opfer mit diesem Hinhalten ihrer letzten Ersparnisse beraubt, in die Obdachlosigkeit treibt - und sogar zum Selbstmord. "Ein unmenschliches und menschenverachtendes System", wie Wallraff zurecht sagt. Denn durch die Jobcenter-Schikanen wird Menschen vorsätzlich die Existenz (!) genommen.

    Und ich hatte es ja bereits geschrieben: "In jedem Rechtsstaat würden bei derartigen Menschenrechtsverbrechen direkt Handschellen klicken. Aber wir leben ja stattdessen in Deutschland. Da wird die gesetzlich angeordnete Existenzvernichtung auch noch von der Qualitätspresse als "mutige Reform" gefeiert, die "Deutschland nach vorne brachte"."

    Und (wieder mal) nur die LINKE greift dieses Thema überhaupt auf und bringt es als Debatte in den Bundestag.

    "Die LINKE hat diese Debatte kurzfristig beantragt. Am heutigen Mittwoch soll Heinrich Alt, Vorstand der Bundesagentur für Arbeit (BA) vor dem Ausschuss für Arbeit und Soziales im Bundestag aussagen. Die LINKE fordert zudem das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) unter Ministerin Andrea Nahles (SPD) auf, zu tun, was es bislang nicht nur dem »Team Wallraff« gegenüber, sondern auch auf Anfrage von junge Welt verweigert hat: Stellung nehmen zur im Bericht dargestellten Situation in Jobcentern."
    Quellen

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