Ortsabwesenheit Antrag und Bewilligung bei Aufhebungsvertrag mit Freistellung

      Ortsabwesenheit Antrag und Bewilligung bei Aufhebungsvertrag mit Freistellung

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      Hallo zusammen,
      ich habe seit mehr als 30 Jahren ununterbrochen gearbeitet. Mein letzter Job als Sysadmin in einer IT Firma wurde nach 18 Jahren betriebsbedingt gekündigt.
      Es wurde ein "Abwicklungsvertrag" geschlossen, nachdem ich bis zum Ablauf des Arbeitsvertrages unwiderruflich freigestellt bin, bei vollen Bezügen.
      Ich will meinen schon im Dezember gebuchten Urlaub - zu der Zeit wusste ich nichts von einer bevorstehenden Kündigung, am 12.3. - 24.3. wahrnehmen.
      Deshalb habe ich rechtzeitig, unmittelbar nach meiner arbeitssuchend Meldung, in den eServices der AfA eine Ortsabwesenheit für den genannten Zeitraum beantragt.
      Laut eService der AfA sollte dieser Antrag binnen 2 Werktagen beantwortet werden.
      Das ist leider nicht der Fall. Stattdessen habe ich eine schriftliche Einladung für Ende Februar, zwecks Klärung meiner beruflichen Situation bekommen.
      Was kann ich tun? Darf ich diesen Urlaub wahrnehmen, da der Anspruch noch aus einem bestehenden Arbeitsverhältnis her rührt?
      Das Problem ist etwas verschärft, weil meine Frau ihren Urlaub lange vorher einreichen muss, da sie im Gesundheitsbereich arbeitet, eine Verschiebung ist nicht möglich.
      Ich bekomme noch keine Leistungen.
      Wie sind eure Erfahrungen?
      Ich freue mich über eure Tipps und Antworten.
      Viele Grüße
      Bombus

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      Hallo Bombus,

      Bombus schrieb:


      Es wurde ein "Abwicklungsvertrag" geschlossen, nachdem ich bis zum Ablauf des…


      Ein Abwicklungsvertrag ist der schlechteste Vertrag den man anschliessen kann.
      Eine betriebsbedingte Kündigung wäre besser gewesen.
      Nun....... das Kind ist nun in den Brunnen gefallen.

      Es fehlt noch die Angabe, ab wann du arbeitslos bist.

      Prinzipiell gilt:
      Der Urlaub ist in dem Jahr zu nehmen in dem er anfällt. (BUrlG § 1)
      Es kann ausnahmsweise der Resturlaub mit ins 1.Quart. des Folgejahres aus betriebsbedingten Gründen (Krankheit, besondere Unternehmenssituation o.ä) übertragen werden. (BUrlG § 7 ff)

      Was garnicht geht ist, dass der Urlaub nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses genommen wird, weil man da bereits arbeitslos ist.
      Ich hoffe du hast deinen Urlaubsanspruch in dem Vertragswerk nicht kostenlos abgetreten. Urlaubsanspruch besteht m.W.n. auch für die Zeit der Freistellung.

      Mal was interessantes zur Prüfung deinerseits ev. mt Hilfe eines Arbeitsrechtsanwaltes

      Grundsätzliches HENSCHE Arbeitsrecht: Freistellung, Suspendierung sowie:
      0. BAG zur Freistellung: Urlaub = Freizeit + Entgelt
      1. Freistellung: Urlaubsansprüche dürfen nicht angerechnet werden |
      heise online

      2. Arbeitsrecht: Resturlaub mit Freistellung verrechnen? | ZEIT ONLINE


      solltest du also bereits arbeitslos sein, d.h. das Arbeitsverhältnis ist bereits beendet, wirst du ein Problem bekommen für die geplante Urlaubszeit.
      Ausserdem musst du ja eine eventuelle Abfindung ja verwerten, erst dann bekommst du ALGI.

      Du kannst dennoch versuchen nochmals auf deinen bereits gestellten Antrag aufmerksam zu machen unter Fristsetzung und ggf. Einschaltung deines lokalen Sozialgerichtes.
      Dies sollte nachweislich geschehen, am besten per Fax mit qualifiziertem Faxprotokoll. (Bild der ersten Seite auf Faxprotokoll)
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      Ich ziehe mich aus pers. Gründen als aktives Forumsmitglied zurück. :/

      Nun müssen andere die Lücke füllen. Gelegentlich werde ich noch unregelmäßig einen Beitrag schreiben

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      gruss
      kaiserqualle

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      Hallo kaiserqualle,
      danke für deine Nachricht. Es ist eine betriebsbedingte Kündigung zum 31.7.18 erfolgt. Der Abwicklungsvertrag regelt lediglich die Freistellung während der Kündigungsfrist, sowie eine Abfindung als Ausgleich für den Verlust des Arbeitsplatzes.
      Den Urlaub hatte ich bei bestehendem Arbeitsverhältnis beantragt und bewilligt bekommen.
      LG
      Bombus

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      Hallo Bombus,

      Bombus schrieb:

      Es ist eine betriebsbedingte Kündigung zum 31.7.18 erfolgt.


      somit bist du erst ab 01.08. offiziell arbeitslos.
      Du hast dich rechtzeitig arbeitslos gemeldet, also geniesse deinen Urlaub.

      Lasse dir keine EGV aufdrücken du musst nicht unterschreiben.

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      Ich ziehe mich aus pers. Gründen als aktives Forumsmitglied zurück. :/

      Nun müssen andere die Lücke füllen. Gelegentlich werde ich noch unregelmäßig einen Beitrag schreiben

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      gruss
      kaiserqualle

    Es gibt hier keine Rechtsberatung sondern wir tauschen nur Erfahrungen aus.

     

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