EGV bekommen - Änderungsvorschlag für JC

      EGV bekommen - Änderungsvorschlag für JC

      Hallo zusammen,

      ich habe am letzten Mittwoch eine EGV bekommen und konnte sie auch ohne zu unterschreiben zur Überprüfung mitnehmen, soll sie aber (theoretisch) unterschrieben bis zum 31.10.2017 einreichen.

      Bevor ich sie nun komplett ablehne, würde ich, um auch von meiner Seite aus guten Willen zu zeigen, meiner SB gerne dazu einige Änderungsvorschläge unterbreiten.
      EGV liegt im Anhang bei.

      Als 1. Punkt wäre die Dauer:
      -bis auf weiteres
      Diese sollte jedoch nach §15 SGB 2 nach wie vor, nur max. 6 Monate laufen und dann gemeinsam überprüft und fortgeschrieben werden. Da sie sonst bei Unterschrift jederzeit einseitig vom JC geändert werden könnte, ohne das ich Einfluss darauf habe.

      2. Das Nachweisen, dass im Krankheitsfall keine Bewerbungen geschrieben werden konnten.
      Halte ich für etwas schwierig und bin mir auch nicht sicher, ob sowas verlangt werden darf. Was könnte man da als Argumentation vorbringen bzw. welchen Vorschlag als Alternative einbringen (sofern nötig)?

      3. Das Einreichen von Bewerbungsbemühungen zu bestimmten Terminen
      Könnte man beanstanden, allerdings wüsste ich hier auch nicht, mit welcher Begründung. Möchte halt als Alternative dann auch nicht öfters Termine beim JC dadurch bekommen, damit ich sie dann vor Ort vorzeigen muss..
      Soo schlimm finde ich es jetzt nicht. Die letzten Monate hab ich es auch immer so gemacht und es war eigentlich ok. Habe aber auch immer nur ne Liste mit den 4 Bewerbungen eingereicht, als nur die Adresse, Art der Bewerbung und Berufbezeichnung. Keine Nachweise oder so etwas. Was aber auch nie nachgefragt wurde.
      Bin da aber für Vorschläge offen!

      Das wären erstmal so die Punkte die mir aufgefallen sind, falls es noch andere Sachen zur Beanstandung gibt, dürft ihr sie mir gerne nennen.

      Schöne Grüße

      Sawyer
      Dateien
      • EGV_Okt1017.pdf

        (890,26 kB, 11 mal heruntergeladen, zuletzt: )
      Hallo Sawyer,

      Sawyer schrieb:

      Hallo zusammen,

      ich habe am letzten Mittwoch eine <a href="https://elo-forum.info/lex/index.php/Entry/120-EGV/">EGV</a> bekommen und konnte sie auch ohne zu unterschreiben zur Überprüfung mitnehmen, soll sie aber (theoretisch) unterschrieben bis zum 31.10.2017 einreichen.

      Bevor ich sie nun komplett ablehne, würde…


      Die Gültigkeit ist nach wie vor 6 Mon. -> kein "bis auf weiteres" oder Klausel wie in Punkt 2 genannt. nono Auch hier gilt: 6 Mon. evilgrin

      Die Fortschreibung automatisch ebenfalls unter Punkt 2 ist bereits gerichtlich gecancelt.
      Begründung: Nach 6 Mon. soll eine neue EGV verhandelt werden. Also nichts mit automatisch ersetzen durch neue EGV. nono


      Meine Nachweise würde ich per pdf und an das betreuende Team senden.
      (Screenshot der bereits verschicken email.)

      Keine Kostenübernahmeregelung für eine zusätzliche Bescheinigung von Arzt, wenn du wg. Krankheit keine Bewerbungen schreiben konntest.
      (Bettlägerigkeit, Krankenhausaufenthalt, etc.)
      _______
      Ich ziehe mich aus pers. Gründen als aktives Forumsmitglied zurück. :/

      Nun müssen andere die Lücke füllen. Gelegentlich werde ich noch unregelmäßig einen Beitrag schreiben

      _______
      gruss
      kaiserqualle
      Hallo Kaiserqualle,

      vielen Dank für deine Antwort.


      Japp, die Nachweise hab ich immer per PDF geschickt. Screenshots hab ich zwar nicht gemacht, aber die Mails noch im "Gesendet-Ordner".

      Bezüglich der Kostenübernahme für eine ärztliche Bescheinigung, hatte ich schon beim Termin die SB gefragt und die Antwort war, dass es auch sicherlich Ärzte gibt, die so etwas kostenlos ausstellen... Kosten für ein Attest würden aber nicht erstattet werden.

      Werde aber sicherlich nicht von Arzt zu Arzt wandern, bis ich jemanden finde, der es kostenlos ausstellt :thumbdown:
      Japp, die Nachweise hab ich immer per PDF geschickt. Screenshots hab ich zwar nicht gemacht, aber die Mails noch im "Gesendet-Ordner".


      Nur mal als Ergänzung.

      Falls jemand wirklich Nachweise von dir haben möchte, dass du die E-Mails verschickt hast und du diesen Nachweis verschicken musst, kannst du auch nachträglich Screenshots von deiner E-Mail im Gesedet-Ordner versenden.

      Für das Erstellen von Screenshots gibt es einige Tools.

      Falls du Firefox benutzt kannst du z.B. dieses praktische tool verwenden."Friefox screenshots

      Bei mir war es irgendwann automatisch im Browser
      Dateien
      Wege entstehen dadurch, dass man sie geht.

      Franz Kafka
      Hellöchen,

      @Ananda
      Die Idee ist gut, nur leider bringt SIE vor Gericht nichts :/. Denn
      1. Entspricht eine E-Mail nicht der Schriftformerfordernis und damit verbundene wirksame Willenserklärung, denn eine E-Mail ist nicht persönlich unterschrieben.
      2. Weiterhin besitzt man für die Zustellung einer E-Mail "Bedauerlicherweise" keinen Gerichtsfesten Beweis für Zugang.

      Beweiskraft von „einfachen“ E-Mails
      Liegt keine nach Signaturgesetz signierte E-Mail vor, so ist der Anwendungsbereich des § 371a ZPO nicht eröffnet. Mangels vergleichbarer technischer Authentizität der nicht signierten E-Mail, scheidet auch eine analoge Anwendung aus. Denn der Gesetzgeber hat eben der „einfachen“ E-Mail gerade nicht den erhöhten Beweiswert einer Privaturkunde eingeräumt. Auch gilt der Ausdruck einer „einfachen“ E-Mail nicht als Privaturkunde im Sinne der ZPO. Gemäß § 416 ZPO ist für die Einordnung als Privaturkunde die Unterschrift des Ausstellers erforderlich. Weiter lässt die E-Mail-Datei aus Sicht von technischen Sachverständigen nur wenige Rückschlüsse auf Authentizität von Absender, Inhalt und tatsächlichem Empfang der E-Mail zu.

      Ich bleibe so wie ich bin! Schon alleine, weil es andere stört!

      Freiheit das Recht, anderen zu sagen, was sie nicht hören wollen und gehört zum Anspruch der Meinungsfreiheit aus Art. 5 Abs. 1 des Grundgesetzes der Bundesrepublik Deutschland abgeleitete Grundrecht.
      Hallo Warbird,
      @ Warbird
      man muss ja nicht gleich davon ausgehen, dass jeder potenzielle Streit gleich vor Gericht geht. Hier in dem Fall ging es ja um einen Bewerbungsnachweis per PDF.

      Es gibt für den Elo zig möglichkeiten nachuweissen, dass die Bewerbungen tatsächlich per E-Mail verschickt wurden Man kann ja im Zweifel bei einer E.Mail Bewerbung einfach den gesendet Ordner aufrufen und sehen, dass sie tatsächlich verschickt wurden. Sollte auch das nicht reichen, kann man als SB immernoch beim Arbeitgeber anrufen und fragen ob vom Elo- tatsächlich eine Bewerbung verschickt hat. Wenn daran nun erhebliche Zweifel bestehen kann der Elo Selbst das Unternehmen bitten zu bestätgen dass am Tag x eine Bewerbung eingegangen ist.

      Ein Gericht müsste dies allles berücksichtigen. Und wenn diese Nachweise(als E-Mail) vorliegen dann müsste man schon grobe technische/elektronische Fehler unterstellen, Wenn z.B. die Bewerbung per Mail verschickt wurde, müsste man annehmen dass ein großer E-Mail-Provider einen technischen Defekt gehabt hätte und somit die E-Mails nicht zugestellt worden wären.

      Ich glaube nicht dass es soweit kommt.
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      Franz Kafka
      Hallöchen,

      @Ananda
      Nein, natürlich nicht. Ist ja nur FÜR DENN FALL.
      Bitte NICHT übel nehmen, ich erfahre regelmäßig diese Unkenntnisse die später mit viel ärger verbunden ist.

      Ich denke hier verkennst du die Situation etwas. Vielleicht nicht darüber nachgedacht und beispielsweise nicht berücksichtigt das viele (sicher nicht alle) Firmen PDF's aufgrund Viren und Trojaner durch einen Junkfilter durchlaufen lassen. Ich spreche nur aus Erfahrung, Mails mit dubiose Anhänge.
      Die Bestätigung des Unternehmens ist sicherlich eine alternative. Aber auch lästig ;).

      Also, ich habe bisher jede Klage gewonnen, wenn ich IRGEND WAS per Mail bekomme und den erhalt in Abrede gestellt habe. Oder eine - per Boten eingeworfene Nebenkostenabrechnung etc. pp -.
      Selbst in einem Fall wo Klägerseits ein - angebliches Versandprotokoll - übersandt wurde, habe ich um Beweisantritt des Schreibens gebeten und da war ende im Gelände. Das Proto. bescheinigt nämlich nur, dass irgend was zugegangen ist, der Inhalt des Schreibens blieb weiterhin ein rätsel! - Dass derjenige, der sich auf den Zugang beruft, diesen beweisen muss (Palandt, BGB, 73. Auflage, § 130 Rdn. 21) sollte aus Literatur und Rechtsprechung bekannt sein. Sofern es auf den Zeitpunkt bzw. die Rechtzeitigkeit des Zugangs ankommt, muss er darüber hinaus den Zeitpunkt des Zugangs beweisen (Palandt, a.a.O).
      Ist eine Eindeutige Sache. Muss halt jeder selber wissen was er macht, sollte aber am ende nicht verwundert sein, wenn die Zusendung in Abrede gestellt wird.

      Und diese Spielzüge kennt man ja nu zu genüge von den JC, das Schriftsätze nicht ankommen. :)
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      Hi Warbird,

      ich nehme es dir nicht übel. Ich fände es aber schon besser, wenn du einen Vorschlag machen würdest, wie du mit der Situation umgehen würdest.

      Ich meine es ging hier um einen Bewerbungsnachweis. Wenn es wirklich rechtssicher sein soll dann bleibt ja nur der Postzustellungsauftrag(Postzustellungsurkunde). Denn auch ein Einschreiben mit Rückschein, ist nicht 100 % rechtssischer. Aber eine PZU kostet 3,45 € pro Brief und das sprengt ja wohl jeden Bewerbungskostenzuschuss

      Liebe Grüße
      Tobias
      Wege entstehen dadurch, dass man sie geht.

      Franz Kafka
      Wollte mal einen kleinen Zwischenstand geben:

      Bin noch immer ohne EGV - auch ohne ersetzenden VA - , seit Monatsanfang befristeter EU-Arbeitsmarkt-Rentner für 2 Jahre
      und immernoch sind meine 3 Lstg-Klagen vor SG anhängig.
      _______
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      _______
      gruss
      kaiserqualle
      @Ananda
      Postzustellungsurkunde/n gibt es - soweit ich weiss - für normale Bürger nicht mehr. Dir verbleiben nur die Fax Möglichkeit - wie oben beschrieben - oder die Gerichtsvollzieher Methode.
      Es gibt ABER noch die Möglichkeit die Sachen beim Sozialleistungsträger selbst abzugeben und dir ein Übergabeprotokoll ausstellen zu lassen, wo alles was du übergibst drin steht, z.B.:
      - 10 Bewerbungen, 2 Absagen am XX.11.2017 persönlich übergeben oder so ähnlich.

      Richtig...weder einschreiben, einschreiben per Einwurf noch Einschreiben mit Rückantwort. Kostet alles nur Geld und ist kein Gerichtssicher Nachweis über den Zugang.null

      @Kaiser
      Das ist doch Prima. Läuft...mit mir will das JC nicht einmal mehr zusamenarbeiten ?( hab ich etwa was Falsch gemacht? hehehehe!
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    Es gibt hier keine Rechtsberatung sondern wir tauschen nur Erfahrungen aus.

     

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