Akteneinsicht gefordert, Reaktion der besonderen Art nach mehreren Monaten. So tragbar?

      Akteneinsicht gefordert, Reaktion der besonderen Art nach mehreren Monaten. So tragbar?

      Guten Tag, mir wurde dieses Forum als sehr kompetent und erfahren ans Herz gelegt. Wir versuchen auch seit geraumer Zeit, anwaltliche Hilfe zu bekommen - was sich aufgrund des insgesamt seit 3 Jahren hinziehenden Verfahrens als sehr schwer gestaltet - die meisten sind schlicht weg nicht Willens, nur mit Beratungshilfe zu agieren - bei der Flut an angesammelten Dialogen und Akten. Das ist kein Vorwurf, nur eine Feststellung. Wir (BG, keine Kinder) sind seit über 1,5 Jahren auch gar nicht mehr in der Obhut des JC (NRW) sondern wohnen inzwischen in einem anderen Bundesland (immer noch JC-abhängig). Die Vorgeschichte als solche im Detail zu schildern, würde den Rahmen sprengen - es geht um Vorwürfe zur Überzahlung, etliche Fehler konnten wir schon widerlegen (angeblich nicht benannte Konten, auf die das damalige JC aber die Leistungen gezahlt hat) und vieles mehr.

      Es geht jetzt einzig und alleine um das Schreiben, dass ihr im Anhang seht. Der Ablauf war wie folgt:

      - Immer mal wieder Akteneinsicht gefordert, seit gut 2,5 Jahren. Nie eine Reaktion
      - Es kam dann eine "Aufrechnung" (320 Seiten) mit angeblicher Überzahlung, auf gut und gerne 7 (!) Jahre zurück gerechnet, obwohl IMMER die Auszüge der Konten vorgelegt wurden und eine Weiterbewilligung erfolgte.
      - Wir haben dann Anfang des Jahres darauf hin noch einmal Akteneinsicht IN DEN RÄUMLICHKEITEN des JC beantragt und eine Frist von 2 Wochen gesetzt
      - Meine Lebenspartnerin ist fast blind, daher steht ihr eine Begleitperson (von mir abgesehen!) zu. Das wurde erwähnt, NICHT aber, dass man deshalb "nur schwer kommen könne"
      - Wir wollten ALLE Akten einsehen und wenn es 1 Woche am Stück gedauert hätte. Kopierer hätten wir sogar mitgebracht, Kameras zum Ablichten. Das Vertrauen ist zu zerstört um es "anders laufen zu lassen"
      - 8 Wochen NACH Ablauf unserer Frist von 2 Wochen ein Schreiben: "Ja, Antrag auf Einsicht erhalten, dauert aber, müssen Akten anfordern, sind im Zentralarchiv"
      - Dann? Passierte fast 2 Monate nichts. Vor wenigen Tagen Post: Ein Paket mit 3 Ordnern und dem Anschreiben im Anhang

      Dazu nun meine Fragen:

      - Habe ich als (ehemaliger) Kunde überhaupt ein Recht, Fristen zu setzen bzw. was, wenn das JC sich nicht daran hält? Die können Sanktionen aussprechen, kommt man nur einen Tag später. Was kann ein (ehemaliger) Kunde?
      - Woher sollen wir wissen, ob die uns übermittelten Akten vollständig ODER nicht "selektiv" bewusst rausgesucht wurden?
      - Wenn wir im Endeffekt nun Akten "vermissen", schreiben die uns: "Waren im Karton, Pech!" - wer soll nun wie, wo, was und womit beweisen? Das spottet doch jeder Beschreibung?
      - Durch übermittlung sei man seiner Pflicht nachgekommen - das kann ich nicht ganz so glauben. Ist das so?
      - Die Nummer "Das spart ihrer Partnerin ja Streß" ist für uns nur eine verkappte "Freundlichkeit" im Rahmen einer "Hinhalte-Taktik"
      - Dann: "Auszüge haben Sie ja selbst, haben wir weggelassen" - ach? Wir wollen jetzt bei einem Online-Konto die letzten 7 Jahre Auszüge DURCHGEHEND einholen? Und wer sagt, dass das, was DIE DORT haben dem entspricht was wir dann bekommen? Auch ein Amt KÖNNTE Beweise "fälschen" ODER gefälschte Beweise eventuell bekommen haben - woher auch immer.

      Ich habe irgendwo gelesen, dass "Kopien übermitteln" gar nicht zulässig ist - eben aufgrund der "Empfindlichkeit der Sache". Keiner kann kontrollieren, ob alles geschickt wurde, ob es stimmt, ob nichts nachträglich verändert wurde, ob man nicht selektiv agiert hat. Dazu noch dieser Sarkasmus: "Sie können sich sicher sein, dass wir alles relevante geschickt haben" - klar, so sicher, wie man uns mit falschen Behauptungen (die wir widerlegen konnten mit Beweisen) was auch immer unterstellt hat?

      Unabhängig von der Vorgeschichte sei hier also die Frage erlaubt, ob man sich das so gefallen lassen muss ODER ob man den Karton wieder zurück schickt und klar betont, dass man 1) keine Fristen eingehalten habe, dass man 2) BEWUSST die Akten in der Behörde einsehen will und das man 3) einen Anwalt dazu mitbringt (EVENTUELL würde einer mitkommen zur Einsicht, daran arbeiten wir). Gefordert wurde es genau so.

      Vielen Dank
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      Ach so... ich sehe ja schon einen Widerspruch in sich: "Sie können davon ausgehen, dass wir ALLES relevante übermittelt haben, auf was wir uns berufen" - dann aber: "Auszüge haben wir nicht beigelegt, haben Sie ja selbst" - sorry, auf WELCHE Auszüge berufen die sich denn? ALLE? Nur selektiv? Nur 20? Oder 100? 4 Jahre alt? 2 Jahre? Versuchen die etwa, dass man sich selbst "belastet"? Ich finde das sehr befremdlich...
      Ach so, hier die Ausnahme, auf die man sich beruft:

      "(4) Die Akteneinsicht erfolgt bei der Behörde, die die Akten führt. Im Einzelfall kann die Einsicht auch bei einer anderen Behörde oder bei einer diplomatischen oder berufskonsularischen Vertretung der Bundesrepublik Deutschland im Ausland erfolgen; weitere Ausnahmen kann die Behörde, die die Akten führt, gestatten."

      Hmmm?
      Tut mir leid, wenn ich immer "mir selbst" antworte, aber mir ist noch etwas ein- bzw. aufgefallen. Akteneinsicht heißt doch auch, dass man gerne mal die Auszüge sehen möchte, anhand derer in den letzten Jahren die Leistungen regelmäßig weiter bewilligt wurden - und anhand derer man "angeblich" eine Überzahlung festgestellt haben will - Auszüge wurden aber keine beigelegt - ergo möchte man gerne wissen: 1) Welche Auszüge lagen ihnen für die jeweilige Weiterbewilligung vor und 2) Welche Auszüge zeigen "auf einmal" Unregelmäßigkeiten? Man köntte ja FAST den Verdacht bekommen, dass die genau DAS nicht schicken wollen weil sie es nicht können - und dann auf den Beschuldigten verweisen, der die Auszüge ja haben müsste. DER will aber wissen, was DIE haben, die auf genau DER Grundlage Vorwürfe erheben und zuvor Leistungen auf gleicher Grundlage bewilligt haben.
      Hallo Kangoo,

      willkommen im Forum.

      Kangoo schrieb:

      ....... Das ist kein Vorwurf, nur eine Feststellung.

      Das kann ich dir Bestätigen. Das wird nur gemacht, wenn du die Mandantschaft selbst finanzierst.
      Mit Beratungshilfe kannst du nur klare einfache Sachverhalte kurz soweit abklären, ob eine KLage Aussicht auf Erfolg bietet und dann eine Chance besteht das PKH gewährt wird (nach Beantragung).


      Es geht jetzt einzig und alleine um das Schreiben, dass ihr im Anhang seht. Der Ablauf war wie folgt:

      - Immer mal wieder Akteneinsicht gefordert, seit gut 2,5 Jahren. Nie eine Reaktion
      -> zukünftig unter Fristsetzung beantragen und mit EA bei Sozialgericht drohen bei Fristablauf, wenn keine Akteneinsicht gewährt wird.

      - Wir wollten ALLE Akten einsehen und wenn es 1 Woche am Stück gedauert hätte. Kopierer hätten wir sogar mitgebracht, Kameras zum Ablichten. Das
      Vertrauen ist zu zerstört um es "anders laufen zu lassen"
      Da wäre es dann besser einen Anwalt einzuschalten, aber ich denke das würde sehr teuer werden.

      - 8 Wochen NACH Ablauf unserer Frist von 2 Wochen ein Schreiben: "Ja, Antrag auf Einsicht erhalten, dauert aber, müssen Akten anfordern, sind
      im Zentralarchiv"
      s.o., ich hätte schon auf Akteneinsicht geklägt am 1.Tag nach Fristablauf. Mein Dank dem Fax-Erfinder.

      - Habe ich als (ehemaliger) Kunde überhaupt ein Recht, Fristen zu setzen bzw. was, wenn das JC sich nicht daran hält?
      JA, denn du bist ja immer noch "Kunde" - nur woanders.

      - Woher sollen wir wissen, ob die uns übermittelten Akten vollständig ODER nicht "selektiv" bewusst rausgesucht wurden?
      Richtig, dass weisst du nicht. Das liesse sich aber gerichtlich klären. Jede Seite der Akte muss eine fortlaufende Nummer haben.
      Seite 1 muss die älteste sein. Es sollten keine Seiten zwischendrin fehlen.
      Akten-Seitennummerierung ist meist oben rechts handschriftlich zu finden.
      Die Akte ist dementsprechend zu ordnen.


      - Wenn wir im Endeffekt nun Akten "vermissen", schreiben die uns: "Waren im Karton, Pech!" - wer soll nun wie, wo, was und womit beweisen? Das
      spottet doch jeder Beschreibung?
      s.o. kurzes Anschreiben S.xxx bis S. xxx und S. xx bis S.xx fehlen, bitte nachliefern.

      - Durch übermittlung sei man seiner Pflicht nachgekommen - das kann ich nicht ganz so glauben. Ist das so?
      zunächst Ja, aber nur, wenn das Vollständig übermittelt wurde.

      - Dann: "Auszüge haben Sie ja selbst, haben wir weggelassen" - ach? Wir wollen jetzt bei einem Online-Konto die letzten 7 Jahre Auszüge
      DURCHGEHEND einholen? Und wer sagt, dass das, was DIE DORT haben dem
      entspricht was wir dann bekommen? Auch ein Amt KÖNNTE Beweise "fälschen"
      ODER gefälschte Beweise eventuell bekommen haben - woher auch immer.
      Da gebe ich dir Recht, zu den Unterlagen gehören gerade diejenigen Kontoauszüge auf die sich berufen wird bzgl. Überzahlung, oder Nichtangabe der Konten (i.S. des Verschweigens)

      Ich mache aber darauf aufmerksam, dass auch Konten (auch wenn es zunächst) nur um Verrechnungskonten bei Autionsplattformen handelt, anzugeben sind.
      Wer öfter Sachen verkauft, oder ankauft und weiterverkauft macht keine Vermögensumwandlung, sondern betreibt ein Gewerbe. Einnahmen sind daher entsprechend anzugeben und mindern Anspruch (azgl. gewisser Pauschalen). Das wollte ich nur mal kurz ansprechen.

      Sollte das eben oben dranstehende also nicht zutreffen, dann sofort die fehlende Kontoauszuge nachfordern unter Fristsetzung.
      Es ist nicht das erste Mal, dass auf fremden Konten JC Geld gelandet ist, und die eigentlichen Empfänger leer ausgegangen sind.
      Da gabs erst auch vor kurzem so ein kurioses Urteil.
      Das fehlen verlängert natürlich die Stellungsnahmefrist, aber ich würde das mit einem Antrag auf Fristverlängerung verbinden, bis alle Unterlagen vollständig eingetroffen ist, ...."bis das anwaltlich geprüft worden ist" -als Begründung).
      Als Fristverlängerung würde ich mal unverschämterweise mindstens 2-3 Monate ansetzen nach eintreffen der Kontoauszüge, sowie weiterer fehlender Unterlagen (nach durchsehen der 300 Seiten fehlt bestimmt das eine oder andere Blatt (siehe Randnummerierung)


      Unabhängig von der Vorgeschichte sei hier also die Frage erlaubt, ob man sich das so gefallen lassen muss ODER ob man den Karton wieder zurück
      schickt und klar betont, dass man 1) keine Fristen eingehalten habe, dass man 2) BEWUSST die Akten in der Behörde einsehen will und das man
      3) einen Anwalt dazu mitbringt (EVENTUELL würde einer mitkommen zur Einsicht, daran arbeiten wir). Gefordert wurde es genau so.
      zu 1. Oben schrieb ich ja schon was zu Fristen. Karton zurückschicken würde ich als schädlich erachten.
      Andererseits kann es - so meine ich gelesen zu haben - Fristverlängernd wirken, wenn die Gegenseite zu spät Unterlagen bereitstellt. Das weiss ich aber nicht genau. (Hemmung oder so)
      zu 2. es ist immer ein Mitarbeiter des JC dabei, der Handreichung bietet, damit die original-Akte Nicht zerlegt, verstümmelt o.ä. wird.
      Seit kurzem gehen JC dazu über die Vervielfältigung, sowie die Bereitstellung eines SB kostenpflichtig zu machen. Das kann ganz schön ins Geld gehen.

      Nicht nur das, es soll einfach so ohne Kostenbescheid (->gerichtsfähig) direkt vom RS abgezogen werden.
      Ich halte das für rechtswidrig, da das Verfahren nach SGB X eigentlich kostenfrei ist.
      Sollte das passieren, dann immer auf Kostenbescheid bestehen und vor Ort sofort schriftl. zur Niederschrift widersprechen.

      Zur Akteneinsicht würde ich immer Smartphone mit pdf-scan-App, vollem Akku mitnehmen.
      Laptop und Scanner bei Vorhandensein ebenfalls. (Verlängerungskabel + Mehrfachsteckdose ebenfalls)

      Gibt es bei euch vor Ort eine Elo-ini, bei der mal jemand als Beistand mitgehen kann/helfen kann.

      Bitte auf Abwesenheitszeitraum achten. :!: Demnächst bin ich mehrere Wo nicht erreichbar.
      __________________
      gruss
      kaiserqualle

      Meine Meinung gehört mir, ich bin aber gerne bereit andere daran teilhaben zu lassen. Trotzdem könnten noch andere Meinungen existieren. :D Hinweis:
      die Pflicht eines Beistandes ist es u.a. das Gespräch zu protokollieren
      den SB dabei kalt lächelnd anzuschauen und zu verunsichern. evilgrin
      Hallo Kangoo,

      Kangoo schrieb:

      Akteneinsicht heißt doch auch, dass man gerne mal die Auszüge sehen möchte, anhand derer in den letzten Jahren die Leistungen regelmäßig weiter bewilligt wurden - und anhand derer man "angeblich" eine Überzahlung festgestellt haben will - Auszüge wurden aber keine beigelegt - ergo möchte man gerne wissen: 1) Welche Auszüge lagen ihnen für die jeweilige Weiterbewilligung vor und 2) Welche Auszüge zeigen "auf einmal" Unregelmäßigkeiten? Man köntte ja FAST den Verdacht bekommen, dass die genau DAS nicht schicken wollen weil sie es nicht können - und dann auf den Beschuldigten verweisen, der die Auszüge ja haben müsste. DER will aber wissen, was DIE haben, die auf genau DER Grundlage Vorwürfe erheben und zuvor Leistungen auf gleicher Grundlage bewilligt haben.


      Da gebe ich dir recht und schrieb bereits oben was dazu.
      Es könnte auch sein, das ggf. Namensverwechlung, Zahlendreher bei Kontoüberweisungen vorliegen, etc......


      Bitte mal anschauen, downloaden:
      1. Hinweise zum Aufbau und Führen einer Leistungsakte

      2. Weisung 201609005 vom 20.09.2016

      Hast du Faxmöglichkeit mit qualif. Protokoll (Bild der ersten gesendeten Seite)?
      Fritzbox?
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      kaiserqualle

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      Hallo Kangoo,

      Kangoo schrieb:

      Ach so, hier die Ausnahme, auf die man sich beruft:

      "(4) Die Akteneinsicht erfolgt bei der Behörde, die die Akten führt. Im Einzelfall kann die Einsicht auch bei einer anderen Behörde oder bei einer diplomatischen oder berufskonsularischen Vertretung…


      Naja, du bist ja nicht mehr in NRW JC, sondern Hessen JC.

      Eigentlich müsstest du dorthin fahren nach NRW nach Terminabsprache dort zur Akteneinsicht (Raum mit Stromanschluss) , zuvor aber OA im hess. JC für JC NRW beantragen und genehmigen lassen.
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      kaiserqualle

      Meine Meinung gehört mir, ich bin aber gerne bereit andere daran teilhaben zu lassen. Trotzdem könnten noch andere Meinungen existieren. :D Hinweis:
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      Kannst du Klagen?

      Leistungsklage beim Sozialgericht reinschmeissen, um die Einholung der Akten bitten und die Klagebegründung darauf berufen, dass erst nach Akteneinsicht diese begründet werden kann.
      Wenn du die Akteneinsicht erhalten hast, kannst du die Klage für erledigt erklären.

      Dauert durchschnittlich 2 bis 3 Wochen und kostet dich nur die Fahrtkosten dorthin. Sofern das für die in frage kommt.
      Ich bleibe so wie ich bin! Schon alleine, weil es andere stört!

      Freiheit das Recht, anderen zu sagen, was sie nicht hören wollen und gehört zum Anspruch der Meinungsfreiheit aus Art. 5 Abs. 1 des Grundgesetzes der Bundesrepublik Deutschland abgeleitete Grundrecht.
      Hallo,

      danke für Eure Antworten bisher, aber ich bin auf 180... nach dem ja nun 4 Anwälte abgesagt haben (kein Vorwurf, mit 2 Beratungshilfescheinen kommt man bei der Unmenge an Akten wohl nicht weit), meinte ein fünfter in unserer groben Nähe auf die klare Aussage, dass es 6 Aktenordner sind (nur die aktuelle, hier geschilderte Sache): "Kein Thema, schicken Sie das mal zu uns, das kriegen wir hin!". Termin zur Besprechung sollte dann in wenigen Tagen sein. Heute bekommen wir den Karton per Post zurück, dazu "Sorry, sind total überlastet, bitten um Verständnis!". Kein Anruf, NICHTS. Jetzt sind es noch 10 Tage bis zum Termin - noch einen Anwalt suchen, noch mal schicken, noch mal eine Absage kassieren, noch mal Sprit, Porto und Nerven rausschmeißen? Nein, ich kann und will nicht mehr. Mein Schreiben an das JC sähe nun EVENTUELL so aus - was haltet ihr davon?

      _______________________________________________________________

      Betreff: Übermittlung von Akten, Akteneinsicht
      Ihr Zeichen: xx. Anschreiben mit Datum vom 24.04.2017


      Sehr geehrte Damen und Herren,

      der von Ihnen ausgewählten Form der Akteneinsicht wird nicht entsprochen, davon jedoch grundsätzlich nicht das Recht oder der Wille auf Akteneinsicht durch uns beschnitten oder in Frage gestellt.

      Zur Begründung:

      Mit der Sendungsnummer xxxxxxxx (gem. Angaben „DHL-Etikett“ auf der Sendung) haben Sie uns ein Paket übermittelt. Darin ein Anschreiben so wie Aktenordner. Das Paket und das Anschreiben wurden zu eventuell notwendigen Beweiszwecken abgelichtet. Wir haben eine Akteneinsicht „in den Räumlichkeiten des Jobcenters“ beantragt. Ferner erfolgte ein Antrag auf Einsicht „sämtlicher Akten“, dies war nicht bewusst reduziert auf die „den Vorgang betreffenden Akten“. Übermittelt haben Sie uns gem. Anschreiben „die den Vorgang betreffenden Akten“.

      Sie begründen ihre Entscheidung zur Übermittlung mit einer Ausnahme. Diese besagt, dass Sie als Behörde über Ausnahmen der Art und Weise zur Einsicht entscheiden können – jedoch besagt diese Ausnahme nicht, ob ein von dieser Ausnahme Betroffener selbige auch akzeptieren muss. Es wurde überdies nicht erwähnt, dass Frau xxxxx xxxxx „Probleme mit der Anreise“ habe. Aufgrund einer fast vollständigen Erblindung fährt sie sicherlich kaum selbst sondern wird gefahren.

      Aufgrund bereits früher mehrfach gestellter Anträge auf Akteneinsicht (denen keinerlei Antwort folgte) und eines nachhaltig gestörten Vertrauensverhältnisses werden wir den Passus „Wir könnten uns auf die Vollständigkeit der Unterlagen verlassen“ (Zitat sinngemäß) ebenso wenig vertrauen, wie wir die Angabe „Sie seien Ihrer Pflicht mit der Übermittlung nachgekommen“ akzeptieren. Im gleichen Schreiben betonen Sie, dass man ja „Auszüge selbst hätte“ - somit sehen wir die Aussage „Alle den Vorgang betreffenden Akten“ oder „Alle Akten auf die wir unsere Entscheidung berufen“ als nicht erfüllt.

      Welche Auszüge liegen ihnen denn genau vor, auf die sie ihre Entscheidung begründen? Welche Auszüge liegen Ihnen vor, auf Grundlage derer die regelmässigen Weiterbewilligungen von Leistungen erfolgten? Sind das mitunter die gleichen Auszüge? Wenn es die gleichen Auszüge sind: wie können Sie anhand von Auszügen (die zur Weiterbewilligung vorgelegt werden müssen) jene Leistungen bewilligen, die Sie unter Umständen aufgrund der gleichen Auszüge auf einmal in Frage stellen? Sollen wir nun munter über den Zeitraum ihrer unterstellten Überzahlung sämtliche Auszüge nachdrucken lassen und raten, auf was Sie sich beziehen könnten?

      Überdies ist vollkommen unklar, warum Sie bis heute nicht die mehrfach aufgeforderten Daten vorlegen, aus denen „angebliche Verkäufe von Bekleidungsstücken über ein Internetportal“ hervorgehen. Ein ehemaliges Konto bei der Sparkasse wurde von Ihnen bis vor etlichen Monaten noch benannt – angeblich hätten wir dieses Konto bei Ihnen nicht angegeben. Gleichzeitig jedoch konnte ich darlegen, dass Sie auf genau dieses Konto Leistungen überwiesen haben.

      Es werden Vorwürfee erhoben, die sich – so weit erkennbar – bisher alleine auf Aussagen Dritter berufen. Diesen liegen nach bisheriger Erkenntnis keinerlei belastende Auszüge oder andere Schriftstücke bei. Um einzelne Aussagen zu entkräften, sind Nachforschungen und Anträge so wie Aussagen notwendig. Dies ist in einem Zeitraum von 4 Wochen nicht zu erbringen, zumal sie Vorwürfe erheben die sich klar und deutlich und beweisbar belegen können müssen. Können Sie das? Bisher scheint es so als könnten Sie das bei einem Großteil nicht.

      Aufgrund dieser und noch weiterer, zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht angeführter „Ungereimtheiten“ wird nunmehr erneut der Antrag auf Akteneinsicht IN DEN RÄUMLICHKEITEN DES JOBCENTERS PADERBORN gestellt. Der Antrag bezieht sich auf ALLE IHNEN VORLIEGENDEN AKTEN, inkl. Auszüge, Handnotizen, elektronisch gespeicherte Daten, so wie weiterer, in Frage kommender Unterlagen.

      Wir werden diesen Termin (oder mehrere Termine) in Begleitung eines Rechtsbeistandes wahrnehmen und uns gem. entsprechender, geseztlicher Regelungen eigenständig (mit eigenen Geräten, etc.) Kopien, Abschriften und / oder Ablichtungen erstellen. Sollten Sie diesem Antrag widersprechen, werden wir zur ordentlichen Akteneinsicht ggf. gerichtliche Hilfe in Anspruch nehmen müssen. Aufgrund des Umfanges und von uns notwendiger Recherchen um ihre Vorwürfe zu entkräften die sie aus unserer Sicht nicht einmal klar und deutlich darlegen können, setzen wir einen Termin frühestens 2 Monate nach Zugang dieses Schreibens voraus.

      Dieses Schreiben stellt keinerlei Schuldanerkenntnis dar.

      Ihre Reaktion auf dieses Schreiben setzen wir bis zum 30.05.2017 voraus, dem von Ihnen vorgeschlagenen Termin zur Anhörung wird aufgrund einer nicht Form- und Sachgemäßen Art und Weise der Akteneinsicht widersprochen, jedoch ausdrücklich NICHT dem Recht auf Äusserung (Anhörung) in der Angelegenheit generell. Bitte teilen Sie uns mit, an welche Adresse wir die bereits durch Sie übermittelten Akten zurück senden sollen – die Kosten hierfür tragen nicht wir, da wir eine Zusendung der Akten nicht beantragt haben.

      MfG,

      xxxxx xxxxx & xxxx xxxx, xxxx, den 13.05.2017
      Hallo Kangoo,

      Kangoo schrieb:

      #post93920[/url]'nach dem ja nun 4 Anwälte abgesagt haben (kein Vorwurf, mit 2 Beratungshilfescheinen kommt man bei der Unmenge an Akten wohl nicht weit), meinte ein fünfter in unserer groben Nähe auf…


      Sicher kannst du das so schreiben.....

      ich meine aber, das die Akten zu deiner Verfügung kopiert worden sind. Siehe 2 Absatz im eingestellten Schreiben.
      Daher brauchen diese nicht zurückgesendet zu werden.

      Ich würde dir raten dich lediglich auf die nichtmitgeschickten Kontoauszüge zu beschränken und diese anzufordern, da diese anscheinend erheblich dafür sich, dass dir eine Überzahlung zur Last geworfen wird.

      KÖnnte es sein, dass du zwischendurch durch Umzug dein Bankinstitut und damit dein Konto gewechselt hast, es aber leider versäumt hast das rechtzeitig vor Umzug dem JC alt mitzuteilen. Parallel dein altes Konto aufgelöst wurde und dein altes Konto aber mittlerweile an jemanden anders vergeben worden ist?
      Somit wäre dieser Dritte und Unbekannte der Nutzniesser von "Überzahlungen" .
      Das JC meint aber, dass du dein altes Konto noch hattest, als überwiesen wurde.

      Wäre das nicht prüfenswert?
      Bitte auf Abwesenheitszeitraum achten. :!: Demnächst bin ich mehrere Wo nicht erreichbar.
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      gruss
      kaiserqualle

      Meine Meinung gehört mir, ich bin aber gerne bereit andere daran teilhaben zu lassen. Trotzdem könnten noch andere Meinungen existieren. :D Hinweis:
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      Da ist so vieles "prüfenswert", was man bei einem Termin zum "Dialog" gar nicht klären kann. Es wurden sogar (angebliche) Einnahmen aufgerechnet, die ich "Bar auf die Hand" vor 9 Jahren (!!!) von einem früheren Vermieter bekommen haben SOLL, der aber seit 4 Jahren gar nicht mehr lebt - ausgesagt hat das wohl irgendein diesem Vermieter damals "nahe stehender" Mitmieter. Das wird immer skurriler - würde ich an Verschwörungstheorien glauben, hätte ich eine gefunden...
      Hallo Kangoo,

      Kangoo schrieb:

      Da ist so vieles "prüfenswert......, aber…


      Mehr kann ich leider nicht für dich tun, um ein bischen Anregung zu geben sich zu wehren.
      Ich würde mich darauf beschränken die Kontoauszüge anzufordern und mir genau darlegen zu lassen weshalb es zu eine Überzahlung gekommen sein soll.
      Schliesslich muss das ja im PC-System nachvollziehbar dokumentiert sein.

      Ohne diese Belege aber ist alles spekulativ ........... daher => Belege anfordern, sowie die "angebliche" Begründung zur Überzahlung.
      Auch ein SB muss ja Kontoauszüge erst mal lernen zu lesen...."H" mit "S" verwechselt?
      Egal. Ich schrieb dir was m.M.n. zu tun ist.
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      gruss
      kaiserqualle

      Meine Meinung gehört mir, ich bin aber gerne bereit andere daran teilhaben zu lassen. Trotzdem könnten noch andere Meinungen existieren. :D Hinweis:
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    Es gibt hier keine Rechtsberatung sondern wir tauschen nur Erfahrungen aus.

     

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