Neuer Job, wie über die Runden kommen bis zum ersten Lohn

      Neuer Job, wie über die Runden kommen bis zum ersten Lohn

      Hallo zusammen,
      ich fange am 21.09.2015 einen neuen Job an.Soweit so hoffentlich gut.
      Zum 21.10.15 erhalte ich den Lohn für September (8 Tage).
      Zum 20.11.15 erhalte ich den ersten vollen Lohn.Ihr wisst sicher was jetzt kommt....Alg2 fällt weg, wie soll ich Miete etc und mich finanzieren?
      Mein neuer Chef sagte mir heute, ich solle für Oktober und November Übergangsgeld beantragen.
      Ich werde das Gefühl nicht los, dass ich trotz Arbeit erstmal pleite bin und Schulden mache.
      Kann mir jemand bitte Infos geben
      Vielen Dank
      Gruß Dirk
      @Dirk
      Der Chef hat Recht. Es heißt aber "Überbrückungsdarlehen". Nach § 24 (4) SGB II.
      Du kannst einen Antrag stellen, der wird dir bewilligt werden.
      Für den Monat Oktober, denn für September hast du das Alg2 doch schon.

      Die Rückzahlung erfolgt dann in Raten, je nachdem, ob du noch Aufstockung vom JC brauchst oder nicht, werden die Ratenhöhen vereinbart.

      Für den vollen Oktober solltest du aber doch nicht erst am 21.11. Lohn/Gehalt bekommen.
      Üblich ist die Lohnzahlung zum Monatsende. Das wäre dann Ende Oktober FÜR Oktober.

      Hast du dem JC das mit dem Job schon mitgeteilt? Wenn ja, was genau hast du mitgeteilt?
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      Ich schreibe hier nur meine private Meinung und über eigene Erfahrung.
      Hallo linux,
      danke für Deine Antwort.
      Jetzt Montag den 21. fang ich an.Das sind 8 Arbeitstage die ich am(um) den 20.10 ausbezahlt komme.
      Monat 10 wird am(um) 20.11 bezahlt. Die Firma setzt immer 15. Banktage nicht Werktage als Zahlungstermin an.
      Das JC klär ich morgen früh auf.
      Muß ich Schulden machen damit ich meine Fixkosten bezahlen kann.
      Gruß Dirk
      Nicht alle Firmen zahlen zum Monatsende und es kommt auch auf deinen Arbeitsvertrag an im Einzelfall. Wenn Stundenabrechnungen gemacht werden, ist eher der 15. bis 20. eines Monats üblich. Ebenso bei Zeitarbeitsfirmen. Auch wenn hier die meisten Arbeitsverträge vom 1. bis zum letzten des Monats als Abrechnungszeitraum angenommen werden. Aber es braucht ein paar Tage bis die Gehaltsabrechnung erstellt ist und daher eben erst am 15. bis 20. des Folgemonats.
      Früher galt die Regelung teilweise auch im ÖD, hier aber einen Monat im Voraus.
      Hallo Fairina,
      richtig:
      Bei "meiner" Firma gilt die 15. Banktageregel, da Wochenenden dazwischen sind kann es auch mal der 20.zigste werden.
      Sinnvoll wäre aber ein Abschlag zum ersten, um die Fixkosten bezahlen zu können.
      Aber wenn man einmal im Ryhtmus ist sollte es auch passen.
      Außerdem bin Ich schuldenfrei, und das bleibt auch so!! :thumbsup:

      Gruß Dirk

      Falsche Beratung

      Auch wenn es schon eine Weile her ist. Stelle in der Darlehenssache einen Überprüfungsantrag und beantrage nachträglich Einstiegsgeld.
      Verweise darauf, dass das JC nicht seiner Aufklärungs- und Mitwirkungspflicht nachgekommen ist und Du erst jetzt Kenntnis über diese Möglichkeit erhalten hast.

      Beantrage Einstiegsgeld nach § 16b SGB II.

      >>Bei beabsichtigter Aufnahme einer sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung kommt eine Förderung nur in Betracht, wenn ein unmittelbarer zeitlicher und sachlicher Zusammenhang anzunehmen ist. Einstiegsgeld wird deshalb nur gewährt, wenn der Antragsteller nachweisen kann, dass die Aufnahme der Tätigkeit unmittelbar bevorsteht. Dieser Nachweis kann durch Vorlage eines Arbeitsvertrages geführt werden.

      Außer Betracht bleiben dabei geringfügige Beschäftigungsverhältnisse, die ausdrücklich nicht in § 16b SGB II erwähnt werden. Mangels Sozialversicherungspflichtigkeit scheiden sie daher für eine Förderung mit Einstiegsgeld von vornherein aus.

      Stattdessen setzt die Förderung voraus, dass die Beschäftigung hauptberuflich ausgeübt wird und für die angestrebte Tätigkeit ein zeitlicher Arbeitsaufwand von mindestens 15 Stunden wöchentlich entsteht.

      Zudem muss die für die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung vorgesehene Entlohnung realistisch und gesetzeskonform sein. Verstößt die Lohnvereinbarung gegen die guten Sitten (§ 138 BGB) oder gegen Schutz- und Verbotsgesetze (§ 134 BGB), wird die Bewilligung des Einstiegsgeldes versagt. Die Förderung ausbeuterischer oder gesetzeswidriger Tätigkeiten soll grundsätzlich ausgeschlossen werden.<<
      (Zu einer solchen Arbeit dürfte man auch nicht gezwungen werden.)

      Einstiegsgeld Hartz IV - Antrag - Anspruch


      Von allein machen viele JC das nicht. Manche beraten bewusst falsch., wie ich in Freiburg erlebt habe. Am Besten, man verlangt eine Aufnahme einer Klausel in die EV: "Das JC kann (wird) Sie bei der Aufnahme einer sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung durch die Gewährung von Einstiegsgeld nach § 16b SGB II fördern, sofern die beantragte Förderung zur Eingliederung auf dem Arbeitsmarkt notwendig und die Beschäftigung zur Überwindung der Hilfebedürftigkeit geeignet ist."

    Es gibt hier keine Rechtsberatung sondern wir tauschen nur Erfahrungen aus.

     

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