The Job of my Life

      The Job of my Life

      Haben wir in Deutschland nicht genug Jugendliche und junge Erwachsene, die Arbeit suchen?

      Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) und die Bundesagentur für Arbeit (BA) machen ein Angebot: The Job of my Life fördert Projekte, die Jugendliche und junge Erwachsene aus Europa so qualifizieren und begleiten, dass sie in Deutschland erfolgreich eine duale Ausbildung absolvieren können.

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      Welche Vergütung erhalte ich während meiner Ausbildung?

      Während deines Praktikums und der Ausbildung stehen dir mindestens 818 Euro im Monat zur Verfügung. Hiermit kannst du Lebensmittel, Miete und anderes zahlen. Falls du in Deutschland eigene Kinder betreust, kommen für jedes Kind noch einmal 130 Euro hinzu.

      Reisekosten im Zusammenhang mit Praktikum, Ausbildung und Fahrten zu deiner Familie:

      Kosten für die Hin- und Rückreise zum Praktikum sowie für eine Familienheimfahrt je Ausbildungshalbjahr. Die Kosten werden durch eine Pauschale von 200 Euro bei einer einfachen Entfernung von bis zu 500 km, bzw. von 300 Euro bei einer einfachen Entfernung ab 500 km bezuschusst.
      Für die Aufnahme der betrieblichen Berufsausbildung wird eine einmalige Pauschale von 500 Euro gewährt.



      Jessy schrieb:

      Haben wir in Deutschland nicht genug Jugendliche und junge Erwachsene, die Arbeit suchen?


      Tja, das kann man so oder so sehen ...

      Also du und ich und wohl die anderen normal denkenden Menschen könnten zu dem Schluss kommen... aber dann gibt es noch Politiker und Wirtschaftsheinis - und da kommen so ganz andere Blickwinkel dazu.
      Nachdem es denen ja nun gelungen ist, uns zu verkaufen, dass es eine Frage der Emanzipation ist, dass auch bei Paaren mit oder ohne Kind immer alle beiden Personen ständig dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stehen müssen, damit die Konkurrenz durch den hohen Arbeitskräfteüberschuss schön hoch und so die Löhne schön niedrig bleiben, müssen sie jetzt ähnliches auch für die Ausbildungsplätze hin bekommen.

      Na gut, in manchen Branchen und/oder Regionen klappt das mit den niedrigen Vergütungen ja jetzt schon sehr gut - schaut euch mal das Transportgewerbe in Mackpomm an: Ausbildungsvergütungen
      Aber überall klappt das ja nun leider nicht! Besonders im Westen (warum eigentlich dort? Erschwernisszulage?) kommt es doch hier und da zu exorbitanten Ausbildungsvergütungen von über 1000 € !! Das geht ja nun gar nicht!

      Also mal schauen, ob wir nicht aus andern Ländern der EU ein paar jungen Menschen hierher locken können - dann ist die Nachfrage nach den Plätzen größer und das wirkt natürlich auch auf die Vergütung...
      Weil das irgendwie dazu passt und weil ich oben geschrieben hatte, ob wir nicht genug Jugendliche oder junge Erwachsene hätten, die eine Lehrstelle suchen würden:

      Das ist merkwürdig: Betriebe berichten, dass sie dringend Azubis suchen und keine finden. Gleichzeitig ist jedoch auch die Zahl der Jugendlichen, die keinen Ausbildungsplatz gefunden haben, stark gestiegen. Woran liegt das?
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      Die Bilanz für das vorige Jahr sieht so aus: 564 000 Lehrstellen wurden angeboten, dem standen 614 000 Bewerber gegenüber. Das heißt: Selbst wenn alle Ausbildungsplätze besetzt worden wären, wären rund 50 000 junge Leute leer ausgegangen.

      Besonders stark gekürzt wurde bei den öffentlich geförderten Lehrstellen. „Das ist politisch gewollt“, betont Bipp-Sprecher Andreas Pieper. Die bezuschusste Ausbildung soll Jugendlichen in wirtschaftlich schwierigen Zeiten ermöglichen, einen Beruf zu erlernen. Bei stabiler Konjunktur sollen die Betriebe selbst für Fachkräfte-Nachwuchs sorgen. Doch auch Unternehmen bieten weniger Lehrstellen an, insbesondere kleine Firmen bilden seltener aus. Nur noch gut jeder fünfte Betrieb stellte im vorigen Jahr Azubis ein.
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      Viele Jugendliche scheiterten auch deshalb bei der Lehrstellen-Suche, weil sie nicht mal richtig rechnen und schreiben könnten, so lautet eine gängige These. Was ist dran an dieser Erklärung?

      Zunächst einmal prüfen die Arbeitsagenturen, ob jemand „ausbildungsreif“ ist. Sie nutzen dafür einen Kriterienkatalog, der zusammen mit den Arbeitgebern 2005 entwickelt wurde. Als Bewerber für eine Lehrstelle werden nur Menschen erfasst, die für ausbildungsreif befunden wurden.

      Natürlich gibt es Schüler, die schlecht in Mathe oder Deutsch sind. Insgesamt hat sich die Schulbildung aber nicht verschlechtert, sondern verbessert. In den Pisa-Tests schneiden Schüler in Deutschland besser ab als früher. Selbst unter den Jugendlichen, die vergeblich eine Lehrstelle gesucht haben, ist der Bildungsstand hoch: 66 Prozent haben einen Realschulabschluss oder Abitur. Man kann also nicht sagen, dass immer mehr junge Leute wegen mangelnder Bildung keine Lehrstelle finden.
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      Vor allem Hotels und Gaststätten sowie Bäckereien und Fleischereien ist es im vorigen Jahr nicht gelungen, alle Lehrstellen zu besetzen. Dafür gibt es Gründe, meint der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB). In diesen Branchen sei die Ausbildungsvergütung sehr niedrig, oft würden Azubis viel arbeiten und wenig lernen. Die Folge: Extrem viele Ausbildungsverträge werden vorzeitig aufgelöst. Bei angehenden Köchen und Restaurantfachleuten ist es die Hälfe. Im Durchschnitt aller Azubis beträgt die Auflösungsquote 24 Prozent. Gerade im Hotel- und Gaststättengewerbe stelle sich die Frage nach der „Ausbildungsreife der Betriebe“, meint der DGB.

      „Die Ausbildungsqualität ist wichtig und wir wissen, dass wir mehr tun müssen“, sagt Sandra Warden, Geschäftsführerin des Hotel- und Gaststättenverbands Dehoga. Schulungsangebote für Ausbilder würden verbessert. Auch bei den Gehältern für Fachkräfte sei noch Luft nach oben. Nicht viel ändern könne man an den Arbeitszeiten: Beschäftigte der Branche müssten nun einmal in der Regel auch abends und am Wochenende arbeiten.


    Es gibt hier keine Rechtsberatung sondern wir tauschen nur Erfahrungen aus.

     

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