Dringend! Neue Wohnung,Antrag auf Mietübernahme wie schreiben?

      Dringend! Neue Wohnung,Antrag auf Mietübernahme wie schreiben?

      Hallöchen Gemeinde,
      ich hab eine etwas dringende Frage: Wo wir jetzt wohnen ist es für uns nicht mehr "Wohnbar" es liegen Gründe vor wie Feuchte Stellen,Schikane seitens der Vermieter,öfter Heizungsausfälle(sodass es mehrmals im Winter der Fall war das wir unter 18Grad in der Wohnung hatten über 1-2 Tage),Wasser fällt aus etc..
      Leider haben wir nix dokumentiert.
      Nun ist es so das meine Freundin am Wochende eine von der Kaltmiete her angemessene Wohnung(in einer anderen Gemeinde aber gleicher Kreis) gefunden und zugesagt hat,zum 01.04.2013.
      Was in unserem Fall ein wahrer Glücksfall ist da wir 2 Hunde,darunter ein "Kampfhund" haben.
      Wir möchten bloß das die "neue Miete" ab 01.04 übernommen wird. Der Rest wie Umzugskosten und so machen wir schon.
      Langer Text,kurze Frage: Wo und wie stelle ich den Antrag für die Übernahme der Miete??

      Dankeschön für's lesen und ich hoffe mir kann jemand helfen!
      Heilir Æsir, heilar Ásynjur
      og öll ginnheilög go
      §22 Abs. 1 SGB II zweiter Satz

      Erhöhen sich nach einem nicht erforderlichen Umzug die angemessenen Aufwendungen für Unterkunft und Heizung, wird nur der bisherige Bedarf anerkannt.


      Die Frage ist nun, ob die neue Wohnung teurer ist als die Alte?

      Wenn ja, dann wird leider unabhängig dessen, ob nun die Kosten der neuen Wohnung auch noch im Rahmen der Angemessenheitkreterin liegen, nur noch max. die Kosten der alten Wohnung für die Neue übernommen. Das hat der Gesetzgeber leider so geschickt zu Lasten der Bedürftigen in sein asoziales SGB II getackert!

      loki88 schrieb:

      Hallöchen Gemeinde,
      ich hab eine etwas dringende Frage: Wo wir jetzt wohnen ist es für uns nicht mehr "Wohnbar" es liegen Gründe vor wie Feuchte Stellen,Schikane seitens der Vermieter,öfter Heizungsausfälle(sodass es mehrmals im Winter der Fall war das wir unter 18Grad in der Wohnung hatten über 1-2 Tage),Wasser fällt aus etc..
      Leider haben wir nix dokumentiert.
      Nun ist es so das meine Freundin am Wochende eine von der Kaltmiete her angemessene Wohnung(in einer anderen Gemeinde aber gleicher Kreis) gefunden und zugesagt hat,zum 01.04.2013.
      Was in unserem Fall ein wahrer Glücksfall ist da wir 2 Hunde,darunter ein "Kampfhund" haben.
      Wir möchten bloß das die "neue Miete" ab 01.04 übernommen wird. Der Rest wie Umzugskosten und so machen wir schon.
      Langer Text,kurze Frage: Wo und wie stelle ich den Antrag für die Übernahme der Miete??

      Dankeschön für's lesen und ich hoffe mir kann jemand helfen!


      Wir haben hier den Ratgeber: Umzug

      Generell kann jeder ALG II Empfänger umziehen - egal ob mit oder ohne Zustimmung des Leistungsträgers (BSG in B 7b AS 10/06 R vom 07.11.2006, sowie in B 4 AS 60/09 R vom 01.06.2010), genau dieses Recht wird auch durch die Formulierung des § 22 Abs. 4 Satz 1 SGB II zum Ausdruck gebracht, denn dort steht "soll" und nicht muss.
      Dabei ist es auch unerheblich, ob er/sie innerhalb des Ortes oder in einen anderen Ort innerhalb der BRD umzieht. Das folgt ebenfalls aus der Formulierung des § 22 Abs. 4 SGB II, denn dort ist von "bisher örtlich zuständigen kommunalen Trägers" sowie von "der für den Ort der neuen Unterkunft örtlich zuständige kommunale Träger" die Rede. Anderer Ort = anderer Träger.

      Wenn man mit Zustimmung des Leistungsträgers umziehen will, bedeutet dies, dass man lt. § 22 Abs. 4 SGB II die Zustimmung des "bisher örtlich zuständigen kommunalen Trägers" zur neuen Wohnung vor Unterschrift des Mietvertrages einholen muss. Mit Zustimmung können auch Umzugskosten und Mietkaution nach § 22 Abs. 6 SGB II beantragt werden.

      Wenn man ohne Zustimmung des aktuellen Leistungsträgers und innerhalb dessen Zuständigkeitsbereiches umziehen will, gibt es dabei einiges zu beachten:............


      Siehe auch KDU bundesweit

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „Jennifer“ ()

      Hallo,

      könnte man so formulieren:

      ________________________________

      Name,Vorname
      BG:

      ________________________________

      Straße,Hausnummer

      ________________________________

      PLZ, Ort

      ________________________________



      Zuständiges Amt

      ________________________________

      Straße,Hausnummer

      ________________________________

      PLZ, Ort

      ________________________________

      Zuständige/r Sachbearbeiter/In

      Antrag auf Umzug

      Sehr geehrte Damen und Herren,

      hiermit stelle ich einen Antrag auf einen Umzug von

      __________________________________________________ _____________, nach

      Anschrift der derzeitigen Wohnung

      __________________________________________________ _____________

      Anschrift der neuen Wohnung

      aus folgender Begründung:


      Die Zustände in der jetzigen Wohnung sind nicht mehr hinnehmbar. Ständige Heizungsausfälle,sowie Feuchtigkeit machen das Wohnen unzumutbar. (Eventuell hier noch weitere Begründungen)

      Gleichzeitig beantrage ich die Übernahme der Umzugskosten.

      __________________________________________________ ______________________________

      __________________________________________________ ______________________________

      __________________________________________________ ______________________________

      Mit freundlichen Grüßen

      _____________________________

      Ort, Datum, Unterschrift



      Ist natürlich sehr knapp alles. Ist dann ein anderes JC zuständig ? Du müsstest umgehend damit zu Deinem zuständigen JC.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „Ghansafan“ ()

      Wenn die in etwa Umzugskosten und eine etwaige höhere Miete ablehnen, dann eröffne unbedingt ein Widerspruchs- und Klageverfahren. Man könnte begründen, dass man aufgrund der Zustände der Wohnung rein zufällig tatsächlich eine Wohnung gefunden habe, welche sogar den sogenannten Angemessenheitskriterien entspricht und der Vermieter auch tatsächlich bereit war, seine sehr günstige Wohnung an Bedürftige zu vermieten..

      Es war wegen dem Zustand der alten Wohnung von daher auch große Eile geboten, sodass ein langwieriges Antrags - Bitte-Bitte Verfahren letztlich dazu geführt hätte, dass die günstige Wohnung bis zur Entscheidung einer etwaigen Zustimmung durch das JC, sodann ohnehin schon an andere vergeben worden wäre. Mithin also die Einholung einer Zustimmung vorliegend schlichtweg unzumutbar war, da gerade über den Umweg der Genehmigungsbürokratie zur Einholung einer Zustimmung, der Mietvertrag zur neuen Wohnung vereitelt worden wäre.

      Den Zustand der Wohnung und insbesondere die Heizungsausfälle per Gedächtnisprotokoll noch einmal dokumentieren. Wenn man sich hier mal im Tag irren sollte, so wäre dies ja keine Straftat; zumal ohnehin nicht rechtsicher festgestellt werden könnte an welchen Tagen die Heizung im Winter ausfiel. Eventuell waren ja auch andere Mieter betroffen, die den Heizungsausfall bestätigen können oder gar die Tage des Ausfalles dokumentiert hatten. Gegebenfalls auch noch Zeugen benennen, die u.a den kalten und schlechten Zustand der alten Wohnung hier bestätigen können.

      Aufgrund der Tatsache, dass die Wohnung zum wohnen unzumutbar war, Vermieter ohnehin in der Regel nur widerwillig an Bedürftige vermieten, die neue Wohnung sogar auch noch unfassbarer Weise im angemessenen Rahmen lag als auch der Tatsache, dass man gleich vor Ort sofort zuschlagen musste, war ein Abwarten zum Einverständnis durch das Jobcenters, wegen der gebotenen Eile, sicher unstreitig nicht zumutbar.

      Red Bull schrieb:

      @ loki

      bitte hier lesen: Umzug - Kosten der Unterkunft - Die sozialkritische Erwerbslosengemeinschaft

      noch ne anmerkung. richtlinie ist richtlinie aber noch lange kein gesetz.


      Das ist ja richtig 'Red Bull' doch hier ist ja eher das Problem, dass keine zu vorige Genehmigung für den Umzug in die neue Wohnung eingeholt wurde! Es muss ja auch alles brav und artig nach §22 Abs. 1 SGB II, wie in einem Kindergarten, ablaufen!
      Soll heißen: Wir trennen uns


      Kann man nur hoffen, dass das JC das auch so anerkennt und nicht erst eine Klage zwecks Klärung provoziert. Es wäre ja nichts Neues, dass die eine Trennung einfach nicht akzeptieren, weil man durch Unterstellung des Fortbestehens einer BG ja auch so recht einfach den Bedürftigen u.a. den Regelsatz fortlaufend um insg. 20% unterschlagen kann!
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